
Bodensee 2014
Obwohl wir schon viel vom Bodensee kennen, zieht es uns doch immer wieder ans "Schwäbische Meer". Ich liebe es, weil ich da jeden Tag nach Herzenslust schwimmen kann (mein Lieblings-Hobby Nr. 1), und meine Chefes lieben das Wasser schon von ihrer langjährigen Segel-Zeit her (das war, bevor ich zu Ihnen kam
). Also verbrachten wir auch unsere diesjährigen Herbstferien am See. Diesmal besuchten wir den Obersee/Überlinger See intensiver...
Aber seht selbst:
Meersburg
Das hübsche Städtchen zwischen Friedrichshafen und Überlingen bildete den Auftakt unserer diesjhrigen Herbstferien am Bodensee.
Der Wein- und Obstanbau spielt - wie in der ganzen Bodenseeregion - natürlich auch in Meersburg eine wichtige Rolle.
Hauptthema auch in Meersburg
Blick auf Meersburg
An der Uferpromenade von Meersburg
Die Burg Meersburg
Und natürlich gab es für mich in Meersburg Spiel und Spass im köstlichen Nass...
Auch Papa hatte seinen Spass...
Radolfzell
Weiter ging es nach Radolfzell, ca. 20 km nordwestlich von Konstanz. Radolfzell ist die drittgrösste Stadt am Bodensee und hat ca. 30.000 Einwohner.
Natürlich durfte ich auch in Radolfzell schwimmen gehen... freu-freu-freu***
Steinmännchen am See... Blick von der Anlegestelle aus auf Radolfzell
Konstanz
Konstanz ist die grösste Stadt am Bodensee und liegt direkt an der Grenze zur Schweiz. Über alle Grenzen hinaus bekannt wurde sie im 15. Jahrhundert durch das sog. "Konstanzer Konzil", eine Versammlung der Kirchenführung, die die Einheit der Kirche wieder herstellen, kirchliche Fragen klären und die Ketzerei wirksam bekämpfen sollte. Das Konzil dauerte von 1414 bis 1418, und Konstanz wurde als Veranstaltungsort gewählt, da die Stadt wegen seiner Nähe zu Wasserstraßen eine gute Infrastruktur besass und somit ausgezeichnet mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs über die Jahre hinweg versorgt werden konnte. Zudem war Konstanz nicht nur wie die anderen Städte Reichsstadt, sondern auch Sitz des (damaligen) Bistums.
Das Konstanzer Konzil (mit Kräutergarten davor)
An das Konzil erinnert in Konstanz heute die "Imperia" im Hafen, die Figur einer üppigen Kurtisane, die an die weltlichen Bedürfnisse der geistlichen Fürsten erinnert (angeblich hätten sich zu Zeiten des Konzils etwa 700 Frauen zu diesem "Zweck" in der Stadt aufgehalten).
Abendstimmung in Konstanz
Insel Reichenau
Die Insel Reichenau (alemannisch: Riichenau) ist die größte bewohnte Insel im Bodensee im Landkreis Konstanz. Bekannt ist sie für ihr Kloste reichenau, das seit dem jahr 2000 auf der UNESCO-Liste des Welterbes verzeichnet ist. Die Insel sei, so die UNESCO in ihrer Begründung, ein herausragendes Zeugnis der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter.
Über den 1838 aufgeschütteten Reichenauer Damm - auf dem heute die Strasse durch eine schöne Pappel-Allee führt - ist die Insel Reichenau mit dem Festland verbunden.
Durch die temperaturausgleichende Wirkung des Bodensees, die positiven Auswirkungen des Alpenföhns und die daraus resultierende hohe Zahl an Sonnentagen ist das Klima auf der Reichenau besonders mild, ja fast mediterran. Das lässt sich nicht nur an den besonders schönen Gärten der Reichenauer erkennen, sondern auch an dem auf der Insel vorherrschenden sehr erfolgreichen Gemüseanbau mit bis zu drei Freiland-Ernten pro Jahr, für den die Reichenau auch weitreichend bekannt ist.
Heiligenberg
Nach unserem Ausflug auf die Insel Reichenau zogen wir nach Heiligenberg im Bodensee-Hinterland weiter, etwa 4 km von Salem entfernt. Aufgrund seiner Höhenlage (726 m ü. NHN) bietet Heiligenberg einen außergewöhnlichen Panoramablick auf den Bodensee und die Alpen und gilt daher auch als „Aussichtsterrasse des Bodensees“. Bekannt ist das Städtchen vor allem für sein Schloss mit großem Rennaissance-Rittersaal, Schlosskapelle und Gruft.
Schloss Heiligenberg mit seiner gradiosen Panorama-Aussicht
Überlingen
Überlingen am Überlinger See war unser nächstes Ziel. Sie ist die zweitgrösste Stadt im Bodenseekreis und liegt an der Schwäbischen Bäderstrasse.
Herrlicher Blick von hier aus auf den Überlinger See (siehe auich Bild rechts)...
Papa und ich bei der Wanderung von Überlingen auf den Haldenhof...
Stockach
Stockach liegt im Hegau, etwa fünf Kilometer nordwestlich des Bodensees noch im Landkreis Konstanz und bezeichnet sich gerne selbst als "Tor zum Bodensee". Bekannt ist Stockach vor allem durch seine schwäbisch-alemannische Fastnacht mit dem jährlichen "Stockacher Narrengericht" seit 1351. Das Narrengericht wählt jedes Jahr einen neuen Beklagten (meist Prominente) aus, der in einer öffentlichen Hauptverhandlung vor dem „Hohen Grobgünstigen Narrengericht“ durch den Kläger angeklagt, durch den Fürsprech verteidigt, dann sich selber verteidigt. Das Urteil durch den Richter sieht zur Strafe je nach Schwere der Schuld vor, einen oder mehrere Eimer Weines (österreichisches Hohlmaß von 70 Liter) als Buße zu liefern. Dieses Spektakel wird heutzutage regelmässig vom Fernsehen übertragen. Der Ort ist stark geprägt von diesem schwäbisch-alemannischen Brauchtum:
Der Name ist in Stockach Programm... Der "Hans Kuony Brunnen" (dem Hofnarren des Erzherzogs Leopold von Österreich)
Über dem Giebel dieses Hauses thront eine Statue des bekannten Bildhauers Werner Klenk, der in seinen Werken gerne eindeutig zweideutig Lokalpolitik auf die Schippe nimmt...
Das "Alte Forstamt", das heute die Tourist-Info beherbergt
Hagnau
Die letzte Station unserer diesjährigen Bodensee-Tour war Hagnau, Das hübsche Städtchen mit ca. 1.400 Einwohnern liegt idyllisch zwischen Meersburg und Friedrichshafen am Nordufer des Bodensees und lebt hauptsächlich vom Tourismus sowie dem Wein- und Obstanbau. So ist denn auch die örtliche Winzergenossenschaft, der "Winzerverein Hagnau eG", die älteste in Baden und die grösste am Bodensee, und es gibt insgesamt ca. 40 lizenzierte Kleinbrenner in und um Hagnau (die Hagnauer Obstbrände sind weithin bekannt).
Die kath. Kirche "St. Johann Baptist", ein weithin sichtbarer und markanter Orientierungspunkt in Hagnau
In der St. Johann Baptist-Kirche legt der örtliche Frauenkreis jedes Jahr zum Erntedank-Fest einen Erntedank-Teppich aus. Verwendet werden nur und ausschliesslich Materialien aus der Natur, also z. B. Körner, Reis, Äpfel, Eier usw., aus denen einmalige Bilder und kleine Kunstwerke entstehen, jeweils zu einem bestimmten jährlichen Motto (dieses Jahr gaben z. B. Überlegungen, den Sonntag als Ruhetag "aufzuweichen", das Thema).
Im Hafen von Schloss Kirchberg...
Juchuu, ein bisschen Training vor dem Schwimmen an "unserem" Strand...
Und jetzt geht's endlich los: auf ins kühle Nass...
Hinterher platt...
Mit einem traumhaften Sonnenuntergang verabschiedete sich der Bodensee von uns - wir kommen bestimmt bald wieder!